Laudenbach hat die WM schon entschieden

Sonnberg-Grundschule: Weltmeisterschaftsturnier mit einem Schuss Pädagogik

LAUDENBACH. Was die Weltklasse-Kicker in Rio de Janeiro können, können die Sonnberg-Grundschüler von Laudenbach schon lange. In einem bunten Heerlager säumten die internationalen Fans einschließlich ihrer Fahnen, Decken und Rucksäcke in Gesellschaft von Bürgermeister Hermann Lenz gestern Vormittag das Rasenspielfeld und stimmten beim 3. Fußball-Weltmeisterschaftsturni er ihrer Schule unüberhörbar die Fangesänge an. Auf dem Feld ging der "Klassiker" Holland und Deutschland mit 1:4 zu Ende.

Zu einem Gemeinschaftserlebnis aller Klassen hatten Schulleiterin Rosi Gramlich-Lenz und ihr Kollegium diese "WM" in Kooperation mit dem Sportverein geformt. Schon im Mai hatten sich die Schüler auf das Ziel des fächerverbindenden Projekts "WM" eingestellt, hatten unter Führung des Bürgermeisters, der Vorsitzenden des Elternbeirats, Heike Flath-Stoy, und Hausmeister Thomas Neumüller ihre elf Mannschaften ausgelost und die jeweilige Flagge an der Klassenzimmertür angepinnt. Auf großen Plakaten präsentierten die Klassen einander ihre Wahl-Länder, informierten über deren geografische Lage, über Einwohner und Sprache und stellten die Besonderheiten "ihres" Landes und dessen "WM-Bilanz" vor.

Mit so viel Wissenswertem bestens versorgt und angetan mit Fan-Utensilien aller Art stürmten die derzeit 225 Sonnbergschüler den Rasenplatz und ü berließen Thomas Radermacher alles Weitere. Der Vizechef und Jugendleiter des Sportvereins hatte das wuselige Geschehen unter Assistenz von Sportwart Bernhard Knapp souverän im Griff. Im übrigen konnte er sich auf seine Schiedsrichter - mit SV-Chef Alfred Jeck, Mario Neumann und Mathias Groß allesamt gestandene Fußballer - verlassen und sich ganz der Überwachung der jeweils 15-minütigen Spielzeit der elf Klassen widmen, die mit sieben Spielern ihre Länder repräsentierten.

 Am Rand des Spielfelds hatten sich viele Eltern in den Dienst der Sache gestellt und schauten beim Rahmenprogramm mit Tauziehen und Torwandschießen nach dem Rechten, während die Damen und Herren des Fördervereins per Melone, Würstchen und Wasser für Erfrischung der Sportler und ihrer Fans sorgen. Nur Rettungsassistentin Sandra Becker blieb zum Glück nahezu vollständig "arbeitslos".

Denn es ging fair zu auf den beiden Spielfeldern und ganz wie im richtigen Fußballleben hatte auch diese "WM" ihre Überraschungen - beim glanzvollen 6:0-Sieg der Franzosen über Holland oder bei Brasiliens deprimierender 0:5-Niederlage gegen Japan. Schließlich aber triumphierten als Weltmeister die Besten: das "vereinigte Europa" gegen Spanien und Frankreich gegen Ghana - Pokal für die Gewinner, nagelneuer Fußball für die Zweiten.

Irgendwie aber war das alles gar nicht so wichtig, denn lauthals bejubelt wurden alle und textsicher mit dem Deutschlandlied belohnt. "Eine Super-WM, ein tolles Turnier", dankte Rosi Gramlich-Lenz ihren Schülern und allen Helfern. Auch sie hatte ihr Ziel erreicht: über die Freude am Fußball Werte zu vermitteln, unter Beachtung von Spielregeln Teamgeist zu wecken und Freundschaft zu stiften. Übrigens: weil am Sonntagabend ganz großer Fußball auf der Agenda steht, beginnt die Schule am Montag erst um halb zehn! he




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